Unternehmen / Industrie

Den Sprung ins Ungewisse wagend

Geht der Bodenabfertigungsdienstleister Swissport an die Börse, hat Per Utnegaard seinen Anteil daran. Doch bevor es so weit kommt, wechselt er als CEO zum Problemfall Bilfinger.

Fünf Mal in zehn Monaten die Gewinnprognose kassiert, Korruptionsvorwürfe, ein Aufpasser im Auftrag des US-Justizdepartements im Haus, der Aktienkurs mehr als halbiert: Den bisherigen Swissport-Chef Per Utnegaard (55) erwartet im deutschen Ingenieur- und Servicekonzern Bilfinger keine leichte Aufgabe. Der in der Öffentlichkeit wenig bekannte norwegische Manager mit den schmalen Gesichtszügen und der randlosen Brille wird ab Anfang Juni in Mannheim ans Aufräumen gehen müssen. Utnegaard gilt als Turnaround-Experte für komplexe, multinationale und multikulturelle Strukturen.

Bilfinger sollte ihm liegen. Die Krise des früheren Baukonzerns und weit verzweigten Konglomerats mit über 70 000 Mitarbeitern sucht ihresgleichen. Noch auf der Hauptversammlung im Mai 2014 konstatierte der damalige Bilfinger-Chef Roland Koch eine «insgesamt positive Entwicklung» und bekräftigte, den Gewinn steigern zu wollen.

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