Unternehmen / Schweiz

Der ABB-Chef geht eine grosse Wette ein

Ulrich Spiesshofer will den Konzern mit einer Devestition und Transformation endlich auf Wachstumskurs bringen. Aktionäre gehen zunächst leer aus.

Der Traditionskonzern ABB erfindet sich neu – wieder einmal. Der Anfang Woche beschlossene Verkauf der Stromnetzdivision an die japanische Hitachi für 11 Mrd. $ ist jedoch nur ein Puzzleteil in einem umfassenden Konzernumbau, der das Unternehmen für Jahre beschäftigen wird. Der CEO von ABB, Ulrich Spiesshofer, spricht von einer weniger komplexen, «neuen ABB», die voll auf die Digitalisierung der Industrie ausgerichtet sein wird und sich deshalb aus dem für den Konzern traditionsreichen und identitätsstiftenden Geschäft mit Strominfrastruktur und Hochspannungstechnik verabschiedet.

Von der Ankündigung der Hitachi-Transaktion wurden Marktbeobachter wenig überrascht – eine Fülle von Informationen war in den Vorwochen bereits durchgesickert. Doch darüber, was vom geplanten Konzernumbau zu halten ist, scheinen die Meinungen noch nicht gemacht. Die ABB-Aktien jedenfalls konnten im Vorfeld der Ankündigung Kursgewinne verbuchen. Die Vorzüge einer Devestition dürften deshalb bereits eingepreist sein. Seit der Vorstellung der «neuen ABB» haben sich die Valoren aber kaum bewegt. Um verständlich zu machen, was ABB genau vorhat, gibt FuW einen Überblick über die Einzelheiten der Transaktion mit Hitachi, die geplante «neue ABB» sowie die Gewinner und die Verlierer der ganzen Übung.

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