Märkte / Devisen

Der Abgesang auf den Dollar ist verfrüht

Der Greenback bleibt stark und begehrt. Auch die Sanktionen gegen Russland ändern daran nichts.

Die globale Dominanz des Dollars steht vor dem Ende – diesen Eindruck gewinnt man angesichts der Aussagen mancher Beobachter. So sieht Credit-Suisse-Analyst Zoltan Pozsar etwa ein neues Weltwährungssystem im Entstehen, ein «Bretton Woods III», in dem die Rohstofflieferanten den Ton angeben werden. Die Nachfrage nach Dollar werde abnehmen, andere Währungen würden für den Welthandel wichtiger. Verfechter solcher Thesen sehen einen Trend: Nicht nur Russland will nicht in Dollar handeln, auch Saudi-Arabien soll planen, für Öllieferungen nach China die chinesische Landeswährung Yuan zu akzeptieren. Damit ist die Frage der Dollardominanz eng verbunden mit der wirtschaftlichen und politischen Vormachtstellung der USA.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?