Märkte / Aktien

Der Aktienmarkt steht auf dünnem Eis

Dem amerikanischen Aktienindex S&P 500 fehlen gerade einmal 4% bis zum Rekordhoch vom Januar. Ein Zeichen der Stärke ist das aber nicht.

Es strapaziert das Vorstellungsvermögen. Im ersten Quartal wimmelte es nur so von Schocks, die an Wallstreet einen Crash hätten auslösen können: Dazu gehören der russische Einmarsch in der Ukraine, der sprunghafte Anstieg der Rohstoffpreise – allen voran Erdöl und -gas –, die sich abzeichnende deutlich straffere Geldpolitik in den USA sowie die invertierte Zinskurve als Rezessionssignal.

Zeitweise büssten die US-Börsen auch deutlich ein, unterdessen zucken die Anleger ob der Hiobsbotschaften der vergangenen Monate aber nur noch mit den Schultern. Der marktbreite S&P 500 schloss am Montagabend bloss 4% unter dem Rekordhoch vom 3. Januar.

Wie kann das sein?

Anleger waren bereits Ende 2021 auf herausfordernde Zeiten eingestellt. Die Inflation war damals schon hartnäckig hoch, und das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich. Zudem trübten neue Coronavirusvarianten, kaum mehr zu steigernde Margen sowie eine straffere Geldpolitik den Ausblick. Von den Schocks im ersten Quartal wurden die Investoren also nicht auf dem falschen Fuss erwischt.

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