Unternehmen / Ausland

Der Anti-Zuckerberg kommt an die Börse

Um Pinterest war es lange ruhig. Ben Silbermann hat das Start-up vor neun Jahren gegründet. Jetzt ist es an die Börse gekommen, ohne die Skandale von Facebook.

Ben Silbermann gilt als Gegenentwurf zu Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Anders als «Zuck» scheut Silbermann das Rampenlicht. Anders als der Gründer und CEO des weltweit grössten sozialen Netzes fällt der 36-Jährige nicht durch Skandale rund um den Schutz der Daten seiner Kunden auf. Dabei galt die Social-Media-Plattform Pinterest, die Silbermann mit einigen anderen vor neun Jahren gegründet hat, einmal als ernsthafte Konkurrenz zu Platzhirsch Facebook. Am vergangenen Donnerstag ging das Unternehmen an die Börse.

«Ist Pinterest das neue Facebook?», fragte das US-Wirtschaftsmagazin «Fortune» in der Ausgabe vom März 2012. Aus heutiger Sicht lässt sich die Frage klar beantworten: Nein. Mit 18 Mio. Nutzern, einem Zuwachs von 52% in nur vier Wochen, galt Pinterest zum Zeitpunkt des Artikels als die «Social-Media- Sensation», als die am schnellsten wachsende Internetseite. Das Start-up wurde in einem Atemzug mit Facebook und Twitter genannt. Der Hype hielt nicht. Schon ein Jahr später ging der Zuwachs an Nutzern zurück. Wieso? Noch heute gehen die Meinungen darüber auseinander. Instagram wurde damals populär, ebenso eine sehr visuelle App, zudem war in der männerlastigen Technikwelt Pinterest ein «Frauending». Noch heute sind vier Fünftel der 250 Mio. monatlich aktiven Nutzer weiblich.

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