Kaum überraschend, dass hungrige Schweizer für einen Burger mehr Geld als alle anderen Erdenbewohner auf die Theke legen müssen. Umgerechnet rund 7 $ kostet ein Big Mac hierzulande im Durchschnitt. Vom britischen Magazin «The Economist» seit nunmehr 35 Jahren erhoben, ist der Big-Mac-Index in den vergangenen Jahren sehr populär geworden. Er mag nicht derart ausgeklügelt sein wie amtliche Indizes für Konsumentenpreise, doch spiegelt er das Niveau von Preisen und Löhnen eines Landes erstaunlich treffend. Weil McDonald’s Grösse, Zusammensetzung und Qualität auf der ganzen Welt peinlich genau vorschreibt, eignet er sich gut als Indikator für Preis- und Kaufkraft­vergleiche. Weil der Big-Mac-Index in Dollar berechnet wird, gibt er ausserdem einen Hinweis darauf, ob eine Währung unter- oder überbewertet ist. Aufgrund einer schwachen Valuta sind Burger beispielsweise in Lateinamerika verhältnismässig teuer. Nicht ohne weiteres erklären lässt sich hingegen der erstaunlich bescheidene Preis in Japan. In vielen Ländern können sich Burgerfans zwei oder drei dieser eingeklemmten Fleischtätschli zum Preis in der Schweiz leisten (müssen dafür allerdings deutlich länger schuften). Was eine Grilletta, die damalige DDR-Billig­variante des Burgers mit gehacktem Schweinefleisch, heutzutage wohl kosten würde?