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Der Chart des Tages

Christoph Gisiger, New York
Die Macht des Fed.

Es ist eine Frage, über die an Wallstreet seit Monaten spekuliert wird: Was passiert an den Finanzmärkten, wenn die US-Notenbank mit dem Abbau ihrer rund 4500 Mrd. $ grossen Bilanz beginnt?

Neue Details dazu könnte Fed-Chefin Janet Yellen am kommenden Mittwoch geben, wenn sie im Anschluss an den Zinsentscheid eine Pressekonferenz abhält. Bereits bekannt ist, dass die Währungshüter noch dieses Jahr mit dem Grossmanöver beginnen wollen.

Was für eine bedeutende Rolle das Federal Reserve am Bondmarkt spielt, zeigt die obige Grafik von Bloomberg. Demnach hält es 18% aller ausstehenden US-Staatsanleihen auf seiner Bilanz. Im Fall von Hypotheken, die über staatliche Institute wie Fannie Mae und Freddie Mac verbrieft sind, kontrolliert es sogar rund ein Drittel des mehr als 5000 Mrd. $ umfassenden Marktes.

Erste Anhaltspunkte zum bevorstehenden Balanceakt lassen sich den Unterlagen zur letzten Fed-Sitzung entnehmen. Demnach soll die Verkürzung der Bilanz zunächst in geringem Tempo beginnen, indem die US-Notenbank einen bestimmten Geldbetrag der auslaufenden Wertschriften nicht mehr in den Kauf neuer Papiere reinvestiert.

Exakte Zahlen zu diesen Plänen hat das Fed bislang zwar nicht bekannt gemacht. Hat das Unterfangen aber erst einmal begonnen, soll das Tempo alle drei Monate erhöht werden. Das, indem der nicht mehr reinvestierte Betrag graduell weiter und weiter nach oben gesetzt wird, bis er schliesslich ein bestimmtes Niveau erreicht. Das mag zwar simpel klingen, dürfte mit Blick auf die enorme Marktmacht des Fed aber längst nicht so einfach werden.