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Blogs / Momentum / Chart des Tages

Der Chart des Tages

Sandro Rosa
Uncool Britannia!

Theresa May, die Premierministerin des Vereinigten Königreichs, musste nach ihrer Wahlschlappe verbal Prügel einstecken. Von wegen «stark und stabil», die neue Regierung sei nun vielmehr «schwach und schwankend». Und dies erst noch selbstverschuldet.

Prügel gab es auch für das Pfund: Unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlresultats geriet die Währung einmal mehr unter die Räder und verlor gegenüber allen wichtigen Valuten wie Euro, Dollar und Franken rund 2% an Wert.

Nicht nur die politischen Kommentatoren sind sich einig über den desolaten Zustand des Königreichs, auch die Finanzgilde kann sich kaum mehr für das Land erwärmen.

Wie die jüngste Umfrage von Bank of America (BAC 27.16 -0.04%) Merrill Lynch unter Fondsmanagern zeigt, ist das Königreich das mit Abstand unbeliebteste Land innerhalb Europas: Netto 50% der Profis sprachen sich für ein Untergewicht in britischen Aktien aus.

Selbst Italien, wo manche Beobachter den nächsten politischen Krisenherd orten, kommt im Vergleich gut weg.

Doch manchmal kann es sich lohnen, gegen den Konsens zu investieren – dann nämlich, wenn sich Extreme bilden. Das könnte bei Aktien aus dem Vereinigten Königreich langsam der Fall sein.

Zumal der FTSE 100 zu den weltweit internationalsten Börsenbarometern gehört: Gemäss Credit Suisse (CSGN 15.92 0.13%) erzielen die im britischen Leitindex enthaltenen Gesellschaften drei Viertel ihres Umsatzes im Ausland. Da kommt das schwache Pfund doch wie gerufen.