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Der Chart des Tages

Tina Haldner
Eurostärke belastet den europäischen Aktienmarkt.

Der Euro hat seit Jahresbeginn kräftig zugelegt. Gegenüber dem Dollar hat die Gemeinschaftswährung rund 12% an Wert gewonnen und kostet aktuell mehr als 1.17 $. So teuer war der Euro zuletzt im Januar 2015.

Auch europäische Aktien starteten freundlich ins neue Jahr. Bis Anfang Mai legte der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3461.97 -0.65%) mehr als 11% zu. Die Analysten von Société Générale (GLE 47.825 -2.32%) begründen die Kursgewinne mit dem verbesserten Konjunkturausblick für die Eurozone.

Doch im Mai hat der Wind gedreht. Die kontinuierliche Aufwertung des Euros erweist sich zunehmend als Bremsfaktor für die Aktienmärkte. Am 5. Mai erreichte der Euro Stoxx 50 mit 3658,79 sein Jahreshöchst. Seither hat er 6,5% der Gewinne wieder preisgegeben (vgl. blaue Kurve).

Unter dem starken Euro leiden vor allem Exportwerte (Unternehmen, die weniger als ein Viertel des Umsatzes im Euroraum erzielen) und Titel, die stark in den USA exponiert sind (Unternehmen, die mehr als 30% des Umsatzes in den USA erzielen).

Zu den grössten Verlierern zählen Öldienstleister. Der Subsektor hat seit Anfang Mai 15% eingebüsst. Auch Aktien aus der Hotel- und Restaurantbranche (–12%) und aus dem Gesundheitsbereich (–10%) mussten Federn lassen. Im Plus sind seit Anfang Mai dagegen Banken (+5%), Versicherer (+6%) und Versorger (+7%).

Die Strategen der französischen Grossbank empfehlen Anlegern, bei anhaltender Eurostärke auf Titel von Unternehmen zu setzen, die mehr als 80% ihres Umsatzes im Euroraum verdienen. Fündig werden sie dabei im Finanzsektor, bei Telecomtiteln und Versorgern.