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Von Börsen und Bären.

Glücklich schätzt sich, wer den nächsten Bärenmarkt frühzeitig erkennt und seine Schäfchen ins Trockene bringen kann. Denn anders als gewöhnliche Korrekturen zeichnen sich Bärenmärkte durch heftige und hartnäckige Kursverluste aus.

Peter Oppenheimer und Sharon Bell, Aktienstrategen bei der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, haben deshalb einen Risikoindikator für den US-Leitindex S&P 500 kreiert, der rechtzeitig vor einschneidenden Korrekturen warnen soll.

Fünf Faktoren fliessen in ihr Barometer ein: die Aktienbewertung, der Einkaufsmanagerindex für die Industrie, die Arbeitslosigkeit, die Inflation und die Steigung der US-Zinskurve.

Wie der Chart zeigt, notiert der Indikator an der Schwelle zur Gefahrenzone. Das Verdikt der Autoren erstaunt denn auch nicht: «Der Indikator deutet auf ein hohes Risiko eines Bärenmarktes hin.»

Doch so richtig wohl scheint den Goldman-Strategen nicht mit ihrer Aussage. Denn sogleich geben sie selbst Entwarnung: Klammere man die Bewertung aus, sei das Bärenmarktrisiko nicht mehr besorgniserregend hoch. Auch die Inflation und ökonomische Ungleichgewichte hätten nach der Finanzkrise 2008/2009 abgenommen, was die Gefahren mildere.

«Eine anhaltende Periode niedriger Renditen ist wahrscheinlicher als ein unmittelbar bevorstehender Bärenmarkt», meinen Oppenheimer und Bell. Allerdings scheint keines der beiden Szenarien für Anleger so richtig erfreulich.