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Der Chart des Tages

Tina Haldner
Der Dollar-Flop.

Die Entwicklung des Dollars zählt zu den Überraschungen des Jahres: Mehr als 8% hat die amerikanische Valuta seit Jahresbeginn gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner eingebüsst. Damit entpuppt sich eine der grössten Konsenswetten für 2017 als Flop. Denn Anfang des Jahres schien klar: Der Dollar wird sich aufwerten, angefacht von weiteren Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) sowie Steuergeschenken der republikanischen Regierung.

«Der mehrjährige Aufwärtstrend des Dollars wurde dieses Jahr gestoppt», schreiben die Analysten der Deutschen Bank (vgl. Grafik). Mitte September fand die Talfahrt des Greenback zwar vorerst ein Ende. Doch die Strategen prognostizieren, dass die Mini-Rally schon vorbei ist. Für das neue Jahr stehe die Währung weiterhin unter Abwertungsdruck. Die Grossbank erwartet, dass die Steuerreform wegen der hochgesteckten Erwartungen kaum Raum für positive Überraschungen bietet. Ausserdem seien die Zinserhöhungen für 2018 eingepreist.

Gegenwind für den Dollar komme zudem vom alten Kontinent. «Ein robustes europäisches Wirtschaftswachstum dürfte den Euro stützen», meinen die Analysten. Schwindende politische Risiken und eine schärfere Gangart der Europäischen Zentralbank (EZB) würden die Eurostärke zusätzlich befeuern.

Ob die Auguren diesmal recht behalten?