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Der Chart des Tages

Unattraktive Aktien.

Alexander Trentin

Der Aktienmarkt in den USA schreitet von Rekord zu Rekord. Im neuen Jahr hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average erstmals die Marke von 25’000 Punkten überschritten. Auch der breitere S&P 500 legt immer weiter zu – in den vergangenen zwölf Monaten gut 20%. Doch es ist fraglich, ob es mit der US-Aktienhausse in dieser Geschwindigkeit weitergeht. Denn mit einer hohen Bewertung werden die Anteilsscheine an Unternehmen immer unattraktiver.

Das gilt auch im Vergleich zu Anleihen. Die obige Grafik zeigt die erwartete Dividendenrendite über die nächsten zwölf Monate für den S&P 500 (blau) und den Marktzins fünfjähriger US-Staatsanleihen (rot). Die Dividendenrendite wird als Verhältnis der Ausschüttungen zum Börsenkurs berechnet. Seit September rentieren fünfjährige US-Bonds höher als Aktien, und der Vorsprung der Anleihen auf die Anteilsscheine weitet sich seither immer mehr aus.

Momentan beträgt die Mehrrendite über 30 Basispunkte (0,3 Prozentpunkte). Das mag nicht nach viel anmuten, ist aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren bemerkenswert. Noch im Sommer 2016 brachten US-Aktien eine Rendite, die mehr als einen Prozentpunkt höher lag als die der Treasuries.

In der Schweiz ist die Situation völlig anders. Gemessen an der Rendite sind hier die Aktien noch deutlich attraktiver. Fünfjährige «Eidgenossen» rentieren –0,48%. Dagegen haben Unternehmen im Aktienindex Swiss Market Index über die vergangenen zwölf Monate Dividenden in der Höhe von 2,7% des Marktwerts ausgeschüttet.

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