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Der Chart des Tages

Die Preise steigen wieder.

Andreas Neinhaus

2017 wird in die Annalen eingehen als das Jahr, in dem die Inflation zurückkehrte. Erstmals seit fünf Jahren lagen in der Schweiz die Konsumentenpreise jeden Monat höher als zwölf Monate zuvor. Das Bundesamt für Statistik berechnet, dass die Jahresteuerung  im Durchschnitt 0,5% betrug.

Ursachen sind höhere Energiepreise in Verbindung mit einem schwächeren Franken. Wenn die Landeswährung an Wert verliert, werden importierte Güter und Dienstleistungen teurer. Vermutlich sind auch die Mieterhöhungen, die das BfS als zweite Ursache für die Inflation 2017 anführt, darauf zurückzuführen. Denn die höheren Heizkosten verteuerten die Nebenkosten in den Mietrechnungen.

Die Deflation ist also überstanden. Kehrt nun endlich wieder Normalität ein? Sowohl das BfS als auch die Schweizerische Nationalbank rechnen damit. Die Preise werden auch 2018 und 2019 steigen. Allerdings sind sie unterschiedlicher Meinung über das Ausmass der Inflation. Die Nationalbank setzt auf einen stetigen Preisanstieg: um durchschnittlich 0,7% im laufenden und 1,1% im kommenden Jahr. Das BfS prognostiziert dagegen, dass die Dynamik schon wieder nachlässt. Die Preise werden stagnieren, mit einer Teuerung von 0,2% (2018) und 0,1% (2019).

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