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Der Chart des Tages

Privatanleger lieben Aktien.

Sandro Rosa

Während der Januar-Ausverkauf in den Läden die Preise purzeln lässt, klettern sie an den Börsen unvermindert in die Höhe. Was anderswo die Käufer abschrecken würde, lockt sie hier umso stärker an. Denn anders als bei den meisten Gütern nimmt die Nachfrage nach Aktien mit steigendem Preis zu.

Wie Daten der American Association of Individual Investors zeigen, sind amerikanische Kleinanleger so stark in Aktien exponiert wie zuletzt im Sommer 2000 – im Höhepunkt der Technologiemanie. Auf über 72% beläuft sich die aktuelle Aktienallokation.

Nach der Finanzkrise im März 2009 oder nach dem Platzen der Internet-Blase 2001, als die Märkte äusserst günstig waren, wollten die Investoren nichts von Aktien wissen.

Nun aber, nach langen Jahren der Hausse, trauen sich auch die Privatanleger wieder an die Aktienmärkte. Wer kann es ihnen verübeln? Das globale Wirtschaftswachstum ist stark wie lange nicht mehr, die Unternehmensgewinne sprudeln, und die Notenbanken versorgen die Märkte nach wie vor mit reichlich Liquidität.

Doch wie der Chart des Tages zeigt, sind die Investoren typischerweise just dann besonders exponiert, wenn die Börsen ihren Zenit erreicht haben. Bei der Aktienallokation handelt es sich also um einen Kontraindikator: Sind Aktien besonders beliebt, droht der Absturz eher früher denn später.

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