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Der Chart des Tages

Finanz im Vorteil.

Sandro Rosa

Den Börsianern sitzt der Schrecken im Nacken: Die Furcht vor höherer Inflation und steigenden Anleihenzinsen hat zuletzt zu starken Ausschlägen an den Märkten geführt.

Doch steigende langfristige Zinsen sind nicht zwingend schlecht für Aktien. Typischerweise legen Erstere dann zu, wenn die Wirtschaft rund läuft und sich die Gewinnaussichten für die Unternehmen aufhellen. Die Börsen können deshalb auch bei steigenden Zinsen avancieren.

Allerdings ist die Auswahl der Sektoren entscheidend, wie eine Auswertung von Mislav Matejka, Aktienstratege bei J.P. Morgan, zeigt. Höhere Zinsen waren in der Vergangenheit nämlich in der Regel schlecht für defensive Werte, halfen aber zyklischen Aktien – und besonders Finanztiteln.

Wie obiger Chart illustriert, ist die Gleichläufigkeit zwischen steigenden Zinsen und höheren Aktienkursen in den Sektoren Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern am ausgeprägtesten. Zyklische Segmente wie etwa Automobil, Grundstoffe (Basic Resources) oder Industrie profitieren ebenfalls.

Weniger erfreulich ist das Bild bei Nahrungsmittelkonzernen (Food and Beverage), Haushaltsgütern (Personal and Household Goods), Versorgern (Utilities) und Immobilienunternehmen (Real Estate). Diese Bereiche kommen bei anziehenden Zinsen üblicherweise unter Druck.

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