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Der Chart des Tages

War’s das schon?

Christoph Gisiger, Los Angeles

An den amerikanischen Aktienmärkten kehrt die Risikofreude zurück. So lässt sich jedenfalls die Kursentwicklung der letzten Tage interpretieren. Der Leitindex S&P 500 ist seit dem Panikschub vom letzten Donnerstag annähernd 5% vorgeprescht.

Ist die Korrektur demnach bereits überwunden? Natürlich kann das niemand mit Sicherheit sagen. Bemerkenswert ist aber, dass auch die jüngsten Turbulenzen – bislang – relativ harmlos gewesen sind. Auf dem Tief vor einer Woche hatte der S&P 500 rund 10,2% zum Rekordhoch vom 26. Januar eingebüsst, worauf der Gegentrend einsetzte.

Wie die obige Grafik zeigt, fällt die Korrektur im historischen Vergleich damit eher verhalten aus. Gemäss dem Researchhaus Bespoke Investment hat der S&P 500 seit den späten Zwanzigerjahren insgesamt 96 Mal um 10% oder mehr korrigiert. Im Durchschnitt belief sich eine Kurseinbusse vom Top zum Tief dabei auf 16,4%.

Was hat der jüngste Rückschlag also zu bedeuten? «Leider gibt es keine einfache und schnell anwendbare Regel für Korrekturen», halten die Anlagespezialisten von Bespoke dazu fest. «Genau das macht eine Korrektur so beängstigend, wenn man eine durchlebt: Man weiss nie, wann sie vorüber ist.»

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