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Der Chart des Tages

Die Nervosität nimmt zu.

Frank Heiniger

Monatelang herrschte an den Aktienmärkten eine fast gespenstische Ruhe vor. Nichts schien die Anleger aus der Contenance bringen zu können. Die Sorglosigkeit zeigte sich unter anderem im S&P 500, der ohne nennenswerte Schwankungen stetig nach oben kletterte.

Nun hat sich das Bild allerdings eingetrübt. So notiert der US-Leitindex ungefähr wieder auf dem Stand von Ende Dezember, obschon er bis Ende Januar zwischenzeitlich deutlich zulegen konnte.

Doch nicht nur die Kurse sind unter Druck geraten. Auch die Volatilität hat kräftig angezogen.

Das illustriert der obige Chart des Tages, der die tägliche Schwankungsbreite – gemessen als prozentuale Differenz zwischen Tiefst und Höchst – im S&P 500 abbildet: Gegen Ende 2017 fiel der 50-Tages-Durchschnitt auf ein Niveau, das mindestens seit dem Jahr 2000 nicht erreicht worden war. Über die letzten Wochen haben die Bewegungen nun an Intensität gewonnen – ein Zustand, mit dem sich die Investoren über die kommenden Monate wohl oder übel arrangieren müssen.