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Der Chart des Tages

Abgehängte Schweizer Börse.

Sandro Rosa

Die Volatilität hat sich 2018 wieder an den Börsen zurückgemeldet. Nach Jahren des stetigen, gemächlichen Aufwärtstrends haben die Schwankungen wieder spürbar zugenommen. Dennoch liegen die meisten Aktienindizes seit Jahresanfang im Plus, wie obiger Chart illustriert.

Mit einer gewichtigen Ausnahme – dem Swiss Market Index (SMI (SMI 8940.46 -0.53%)). Während etwa der italienische FTSE Mib (Mib 23449.65 -1.48%) über 10% und der US-Leitindex S&P 500 (SP500 2712.97 -0.26%) immerhin knapp 1,5% zugelegt haben, notiert das hiesige Börsenbarometer rund 4% im Minus.

Und dies, obwohl sich der Franken gegenüber Euro und Dollar zuletzt abgeschwächt hat, was den Aktienmarkt eigentlich beflügeln sollte. Denn gemäss Daten der britischen Bank HSBC (HSBA 732.6 0.4%) erzielen die hiesigen kotierten Unternehmen 85% ihres Umsatzes im Ausland.

Nun macht sich allerdings der defensive Charakter des SMI bemerkbar. So sind Sektoren wie Nahrungsmittel und Pharma bei den Anlegern in Ungnade gefallen. Wegen der steigenden Zinsen setzen die Börsianer auf zyklische Werte.

In der Folge haben Novartis (NOVN 77 -0.82%) (–5,5%), Nestlé (NESN 77.1 -0.1%) (–8%) und Roche (ROG 224.55 0.25%) (–8%) seit Jahresanfang kräftig Federn lassen müssen – und wegen ihres grossen Gewichts im Index diesen nach unten gedrückt.

 

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