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Der Chart des Tages

Warum es nicht Zeit für Schwellenländeranleihen ist.

Clifford Padevit

Der Anstieg der US-Zinsen führt weltumspannend zu Verwerfungen. Am meisten betroffen sind die Schwellenländer (Emerging Markets), vor allem die Türkei und Argentinien.

In beiden Ländern versuchen die Zentralbanken, mit höheren Zinsen die Abwertung der Währung zu verhindern. In Argentinien hat die Zentralbank den Leitzins auf 40% erhöht. Im Februar stand er nur knapp über 27%.

Für die Bonds von Emerging Markets ist das schlechte Kunde. Aber der Markt hat bezogen auf den Kreditaufschlag noch nicht alle negativen Nachrichten eingepreist. Der Aufschlag zu den amerikanischen Staatsanleihen ist immer noch geringer als etwa 2016, wie der JPMorgan-EMBI-Index zeigt.

Es ist daher keine überraschende Prognose, dass die Aufschläge und somit die Renditen noch weiter steigen dürften. Auf jeden Fall wäre es im derzeitigen Umfeld falsch, schon zuzugreifen.

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