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Der Chart des Tages

Schrumpfende Marktbreite.

Sandro Rosa

Immer weniger Aktien befinden sich in einem Aufwärtstrend – im Jargon spricht man von einer abnehmenden Marktbreite.

Diese lässt sich auf verschiedene Arten messen: Ein beliebtes Mass ist die Anzahl Aktien oder Indizes, die über ihrem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt notieren. Je mehr Valoren diese Anforderung erfüllen, desto robuster ist im Allgemeinen eine Hausse.

Umgekehrt ist ein Trend in Gefahr, wenn eine zunehmende Anzahl von Titeln unter ihren gleitenden Durchschnitt rutscht. Das Abgleiten darunter könnte nämlich weitere Verkäufe nach sich ziehen.

Werte unter 50% werden üblicherweise als Warnsignal interpretiert. Nimmt man diese Schwelle zum Massstab, müssten die Warnlampen rot aufleuchten.

Ein Blick auf die wichtigsten Länder- und Branchenindizes verdeutlicht das fragile Fundament der globalen Börsen: Von 63 Länderindizes, die «Finanz und Wirtschaft» untersucht hat, notieren lediglich 25 über ihrem 200-Tage-Durchschnitt – das sind knapp 40%. Auf Branchenebene sieht es noch schlechter aus: Dort erfüllen nur 15 von 40 Indizes die Anforderung.

Der Börsensommer könnte ruppig werden.

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