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Der Chart des Tages

Rot allenthalben.

Sandro Rosa

Es ist wahrlich kein schönes Bild: Zwei von drei Länderindizes notieren seit Jahresbeginn im Minus.

Angesichts der vielen euphorischen Berichte zum Kursfeuerwerk an Wallstreet mag es erstaunen, dass von den insgesamt 68 vom Datenanbieter Thomson Reuters berechneten Aktien-Länderindizes heuer deren 46 niedriger notieren als im Januar.

Krisengeschüttelte Schwellenländer wie Argentinien und die Türkei gehören zu den grössten Verlierern. Aber auch viele Industrieländer haben heuer Verluste eingefahren, darunter etwa auch die als defensiv geltende Schweizer Börse.

Zu den wenigen Lichtblicken zählen die Börsenplätze Schwedens, Norwegens und der USA mit einem Zuwachs von rund 5 bis 10%.

Diese Renditen sind allerdings in Lokalwährung gerechnet. Für hiesige Anleger zählt jedoch einzig, wie viel in Franken umgerechnet im Portemonnaie verbleibt.

Berücksichtigt man zusätzlich die Währungsentwicklung, sieht das Bild noch düsterer aus. Schweizer Investoren hätten dann nämlich sogar mit 56 der 68 Indizes – oder über 80% der Börsenbarometer – 2018 Verlust eingefahren.

So wird der Kursanstieg der schwedischen Börse von 5% in Lokalwährung zu einem Rückgang von fast 5% – die schwache Krone macht sich bemerkbar. Oder der Anstieg von 18’600% der venezolanischen Börse wird in Franken gerechnet zu einem Absturz von 90%.

Immerhin zwölf Märkte haben seit Jahresanfang aber auch in Franken zugelegt. Die Frage ist bloss, ob sie sich auch weiterhin der globalen Börsenschwäche werden entziehen können.

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