Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier 90 Jahre FuW
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Der Chart des Tages

Neunzig Jahre Börsengeschichte.

Philippe Béguelin

Wer vor neunzig Jahren für 100 Fr. Schweizer Aktien gekauft und die Dividenden stets reinvestiert hätte, besässe jetzt gut 55 000 Fr. Der Wert des Portefeuilles ist also um den Faktor 550 gewachsen. Frankenobligationen mit reinvestierten Coupons haben ihren Wert um den Faktor 41 auf gut 4100 Fr. vervielfacht.

In der Grafik ist die Skala logarithmisch, das verflacht die Kurven und zeigt die prozentuale Änderung – eine Avance von 100% ist immer gleich gross, ob von 100 auf 200 oder von 1000 auf 2000 Fr. Der höhere Ertrag der Aktien geht mit grösseren Kursschwankungen einher, doch auf Dauer gilt gemäss der Langfriststudie der Privatbank Pictet: Ein reines Aktienportefeuille hat in jeder beliebigen Anlageperiode von mehr als dreizehn Jahren eine positive Gesamtrendite erzielt.

Kurzfristig sieht es anders aus, denn in vier von zehn Jahren haben Obligationen besser abgeschnitten als Aktien. Diese erlitten in der Finanzkrise 2008 ihren grössten jährlichen Wertverlust von 34%. Für Anleihen war 1989 das schlechteste Jahr, bei restriktiver Geldpolitik stiegen die Zinsen, der Verlust betrug 4%.

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Leser-Kommentare

Roland Heinzer 10.10.2018 - 19:27
Die grosse Frage zu dieser Aussage, 100 Fr. wären auf 55’000 Fr. angewachsen, ist doch: Sind diese Zahlen richtig? Oder ist es einfach nur der Indexstand der hier gezeigt wird. Ist der Gewinn korrekt berechnet, wenn man nur den Index nimmt? Meines Erachtens nicht, denn die Verwaltungskosten (Bankspesen) und die Steuern (Dividenden müssten als Einkommen versteuert werden und ab einer… Weiterlesen »