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Der Chart des Tages

Amerika in der Schuldenfalle.

Christoph Gisiger, Los Angeles

In Washington sind die Demokraten zurück im Parlament. Damit haben Präsident Trump und die Republikaner so gut wie keine Chance, in den kommenden zwei Jahren zusätzliche Steuerkürzungen durchzusetzen.

Das ist wohl auch gut so, denn eine erneute Senkung würde den amerikanischen Staatshaushalt noch mehr in Schieflage bringen. Allein seit Trump im Januar 2017 ins Weisse Haus eingezogen ist, hat sich der Schuldenberg um rund 1400 auf 21’200 Mrd. $ vergrössert.

«Uncle Sam» kommt das teuer zu stehen. Wie die obige Grafik des Anlageberaters Bianco Research zeigt, steigen die Zinskosten des US-Staates dieses Jahr auf fast 550 Mrd. $. Zum Vergleich: Die Staatseinnahmen dürften sich 2018 auf rund 3330 Mrd. $ belaufen. Das heisst, rund 17% davon werden zur Bedienung der Verbindlichkeiten verbraucht.

Amerika droht dadurch immer tiefer in die Schuldenfalle zu rutschen. Die Zinskosten werden mit den steigenden Renditen am Bondmarkt weiter wachsen, selbst wenn die Trump-Regierung das Budget vorerst nicht mehr weiter strapazieren kann.

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