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Der Chart des Tages

Ein desaströses Jahr für ein Durchschnittsportfolio.

Peter Rohner

Das toxische Gemisch aus weniger Wachstum, mehr Inflation und strafferer Geldpolitik macht 2018 zu einem schwierigen Jahr für Investoren. Die Börsen sind schwach, und die Anleihenrenditen haben angezogen (das lässt die Kurse von Anleihen sinken). Alternative Anlagen wie Rohstoffe bieten ebenfalls keinen Schutz.

Aus Dollarsicht sind nach Abzug der US-Inflation sämtliche Anlageklassen im Minus. Das zeigt die obige Grafik. Für jedes Jahr ab 2008 sind die Anlageklassen geordnet nach dem realen Ertrag – also abzüglich Inflation – abgetragen. Ist die Performance geringer als die Teuerung, sind sie rot, sonst grün eingefärbt.

Dieses Jahr ist durchgehend rot. So einheitlich schwach waren die Finanzmärkte nicht einmal im Krisenjahr 2008. Damals boten Staatsanleihen noch Schutz, sogar die eigentlich als riskant verrufenen Lokalwährungsanleihen der Schwellenländer stabilisierten damals ein gut diversifiziertes Portfolio.

Die Streuung auf verschiedene Anlageklassen hat dieses Jahr nicht viel gebracht. Auch für ein ausgewogenes Portfolio wird es ein desaströses Jahr werden. Selbst die Profis wie etwa die Portfoliomanager von aktiven Misch- und Strategiefonds haben dagegen kein Mittel gefunden.

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