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Der Chart des Tages

Schwache Zykliker.

Frank Heiniger

Die Eintrübung der konjunkturellen Aussichten lastet auf den Zyklikern: Unternehmen aus den Sektoren zyklischer Konsum, Technologie, Industrie und Grundstoffe, die besonders stark der wirtschaftlichen Entwicklung ausgesetzt sind, haben über die letzten Wochen deutlich an Terrain verloren – gerade im Vergleich zu defensiveren Gesellschaften aus Branchen wie Basiskonsum, Gesundheit, Telecom oder Versorger.

Diese Kursschwäche zeigt sich auch im relativen Bewertungsniveau: Gemessen an den drei Kennzahlen Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Dividendenrendite werden europäische Zykliker laut Morgan Stanley aktuell mit einem Abschlag von 5,5% gehandelt.

Dieser wirkt mit Blick auf die Historie zwar vergleichsweise gross. Gemäss Morgan Stanley ist das Abwärtspotenzial damit allerdings noch nicht ausgeschöpft: 2016 weitete sich der Abschlag bis auf 14% aus, in Rezessionsperioden gar auf über 20%.

Sollte sich die globale Konjunktur also weiter abkühlen, dürften auch die Zykliker überproportional an Boden verlieren.

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