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Der Chart des Tages

Noch vier Monate bis zum Rekord.

Sandro Rosa

Am Freitag, mit dem Beginn des neuen Monats, erreicht die aktuelle Wachstumsphase in den USA die stolze Dauer von 116 Monaten. «Hält die Expansion bis Juni an, wird sie als die längste in die Geschichte eingehen», sagt Nobelpreisträger Robert Shiller im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft».

Der gegenwärtige Aufschwung ist ziemlich genau doppelt so lang wie ein typischer Boom in der Nachkriegszeit: Im Durchschnitt dauerte ein solcher etwas mehr als 58 Monate.

Gemäss dem amerikanischen Wirtschaftsforschungsinstitut National Bureau of Economic Research (NBER), das bestimmt, ob und wann sich die US-Wirtschaft im Aufschwung oder in der Rezession befindet, dauerte einzig die Wachstumsphase von März 1991 bis März 2001 mit insgesamt 120 Monaten noch länger.

Kommt es bis Ende Jahr nicht zu einem Konjunktureinbruch, wäre das gar die erste Dekade ohne US-Rezession seit 1850 – seit dann bestimmt das NBER die amerikanischen Konjunkturzyklen.

Laut Shiller steigt zwar die Gefahr, dass sich die Wachstumsphase ihrem Ende zuneigt, doch das muss nicht zwingend in diesem Jahr geschehen. «Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession nimmt zu, aber dass sie kommt, ist keineswegs sicher», sagt er.

Die Chancen auf einen neuen Rekord stehen demnach nicht schlecht.

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