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Der Chart des Tages

Gegen Trump zu wetten, zahlt sich aus.

Christoph Gisiger

Zwei lange Jahre ist es mittlerweile her, dass Donald Trump ins Weisse Haus eingezogen ist. Auch an den Finanzmärkten war der US-Präsident in dieser Zeit ein Dauerthema. Das mitunter deshalb, weil er nicht selten mit Kritik oder Lob zu einzelnen Unternehmen für Kursbewegungen sorgt.

Doch was für einen Effekt haben Trumps verbale Ausfälle auf den Aktienkurs einer Gesellschaft tatsächlich? Um das zu eruieren, hat der Investor und Bloomberg-Kolumnist Barry Ritholtz zwei Indizes zusammengestellt – mit erstaunlichem Ergebnis.

Der «Oligarch»-Index umfasst Unternehmen, über die sich Trump positiv geäussert hat. Dazu zählen beispielsweise der Energieriese ExxonMobil, der Autokonzern Ford und Colony Capital, eine Investmentgesellschaft, die sein langjähriger Gefährte Thomas Barrack leitet.

Im Gegensatz dazu enthält der «Drain the Swamp»-Index Unternehmen, die Trump über Twitter oder andere Kanäle kritisiert hat. Dazu gehören etwa Amazon, der Rüstungskonzern Lockheed Martin und die «scheiternde» New York Times.

Das Überraschende: Der «Swamp»-Index ist seit Trumps Antritt mehr als 65% vorgeprescht. Den US-Leitindex S&P 500, der eine Performance von rund 25% ausweist, hat er damit deutlich geschlagen. Im Vergleich dazu schneidet der «Oligarch»-Index mit 11% geradezu mickrig ab.

Offenbar lohnt es sich also, an der Börse gegen Trump zu wetten.

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