Blogs / Momentum / Chart des Tages

Der Chart des Tages

Wenn «Buy the Dip» gefährlich wird.

Alexander Trentin

Die globale Konjunktur kühlt sich ab. Das ist keine gute Nachricht für Aktienanleger. Die Gefahr eines Bärenmarktes im «Late Cycle» – also am Ende des Konjunkturzyklus – ist besonders gross. Entsprechend riskant ist es, wenn man in diesem Spätzyklus eine Strategie des «Buy the Dip» fährt, also Valoren nach einem Kursrutsch kauft.

Die obige Grafik des Fondshauses Fidelity zeigt anhand der US-Börse eine Verteilungskurve, wie sich die Aktien nach einem anfänglichen Kursrückgang entwickelt haben. In der Blüte des Konjunkturzyklus (grüne Fläche) haben sich die Titel nach einem Rückgang von mehr als 5% rasch erholt. Mit der Dip-Strategie konnte man in den folgenden zwölf Monaten oft eine Performance von 20% oder mehr einstreichen.

Ganz anders im «Late Cycle». Da konnte man als Aktionär schnell Verluste einfahren, wenn man auf eine Börsenerholung setzte. Zwar gab es auch hier ab und zu Gegenbewegungen. Häufiger war aber die Fortsetzung der Marktkorrektur mit einem Minus von 15% und mehr.

Zuletzt hatten die Anleger Glück. Die Kurse haben sich nach dem Börsengewitter im Dezember rasch erholt. Doch je anfälliger sich die Konjunktur zeigt, desto weniger zuversichtlich sollte man für die kurzfristigen Aussichten an der Börse sein.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.
Tobias Schait 13.02.2019 - 01:32
Es ist Nonsens, wenn man meint bestimmen zu können, ob man “the dip” zu früh oder zu spät kauft. Niemand weiss ja in welchem Bereich des Zyklus wir uns befinden. Das weiss man erst im Nachhinein. 2016 im Frühling gab es bereits die gleichen Artikel in der Finanzpresse. Schon damals waren wir offenbar im “late cycle”, jetzt in einem noch… Weiterlesen »