Blogs / Momentum / Chart des Tages

Der Chart des Tages

Wechselkurse folgen saisonalen Mustern.

Andreas Neinhaus

Seit Anfang des Monats hat sich der Euro knapp 1 Rappen zum Franken abgewertet. Am Montagmorgen notierte er 1.133 Fr./€. Damit läuft alles nach Plan. Denn in keinem anderen Monat des Jahres ist die Wahrscheinlichkeit so gross, dass der Euro zum Franken an Wert verliert, wie im Februar. In acht der vergangenen zehn Jahre schwächte sich der Wechselkurs im Februar ab, im Schnitt um 0,4%.

Währungsanalysten der Bank SEB haben ausgerechnet, dass die führenden Währungspaare eine auffallende Saisonalität aufweisen. Jahr für Jahr bewegen sie sich in einigen Monaten in die gleiche Richtung wie im Vorjahr. Welche Gründe dafür verantwortlich sind, haben die Devisenexperten nicht nachgeforscht. Es kann sich auch nur um Zufall handeln. Dennoch sei ein klares Muster sichtbar, das sich Trader zunutze machen könnten.

Im Chart sind die Wechselkurse aufgeführt, die im ersten Halbjahr den grössten saisonalen Auf- oder Abstieg erwarten lassen. Für den Franken gilt: Im Mai wertete er sich meist gegenüber der schwedischen Krone auf (in den letzten zehn Jahren durchschnittlich um 1%) und im Juni zum Dollar (+1,4%).

Historisch betrachtet zahlen sich Short-Positionen des Dollars im Mai aus. Die US-Währung bekommt in diesem Monat regelmässig Gegenwind zu spüren: In neun von zehn Jahren wertete sie sich dann zum Euro und zum Pfund ab – um 1,9 resp. 1,1%. Im April lohnt es sich dagegen in den meisten Fällen, Dollar zu kaufen. Von  2009 bis 2017 gewann er jedes Jahr im April gegenüber dem Pfund durchschnittlich 1,9% an Wert.

Leser-Kommentare

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.