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Der Chart des Tages

Tech-Aktien sind eine bunte Mischung.

Alexander Trentin

FAANG ist ein beliebtes Kürzel, um die Tech-Giganten an der amerikanischen Börse unter einen Hut zu bekommen: Facebook (FB 160.47 -3.32%), Amazon (AMZN 1742.15 1.74%), Apple (AAPL 188.02 1.02%), Netflix (NFLX 363.44 0.55%), Google (GOOGL 1188.24 -0.17%) (Alphabet). Tatsächlich sind die FAANG-Titel über die vergangenen Jahre an der Börse sehr gut gelaufen. Doch wer ab Anfang 2018 erwartet hatte, dass sich die einzelnen FAANG-Aktien ähnlich bewegen, lag weit daneben. Das zeigt die obige Grafik, bei der die Aktienkurse per 1. Januar 2018 auf 100 indexiert sind.

Facebook – seit Anfang 2018 betrachtet die schlechtesten Titel – waren zeitweise 25% im Minus. Auch nach der Erholung im neuen Jahr notieren die Social-Media-Valoren mehr als 10% unter dem Niveau von Anfang 2018.

Der Aktienkurs von Apple liegt ziemlich genau dort, wo er Anfang des vergangenen Jahres war.

Die Papiere der Google-Mutter Alphabet sind die stabilsten der Tech-Riesen. Selbst im Tiefpunkt der Börsenkorrektur 2018 lagen sie nur 8% unter dem Niveau von Anfang 2018. Nun stehen sie 5% darüber.

Weit heftiger waren die Kursausschläge bei Amazon und Netflix. Trotz aller Börsenschwankungen konnten sich jedoch beide im vergangenen Jahr über dem Wert von Anfang 2018 halten. Während aber Amazon im neuen Jahr gerade einmal 8% zugelegt haben, zeigen sich die Anleger vom Streaming-Anbieter Netflix deutlich begeisterter. Die Netflix-Aktien haben in zwei Monaten 34% gewonnen.

Ähnlich divers sind die Bewertungen der Titel. Apple sind gemäss laufendem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14 am günstigsten. Facebook werden zu einem KGV von 21 gehandelt, Alphabet zum 26-Fachen des Gewinns.

Das stattliche KGV für Amazon und Netflix weist auf weit höhere Erwartungen bezüglich Gewinnwachstum hin. Amazon weisen ein KGV von 86 auf, Netflix von 133. Vor einem Jahr waren die Bewertungskennzahlen für die zwei übrigens noch in astronomischen Höhen: Amazons KGV lag über 300, das der Netflix-Aktien über 200.

Auch in Zukunft darf man davon ausgehen, dass die FAANG-Titel keine einheitliche Börsenperformance zeigen werden. Dafür sind die Geschäftsmodelle und die Erwartungen der Anleger viel zu unterschiedlich.

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