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Der Chart des Tages

US-Zölle: eine Milliarde hier, eine Milliarde dort.

Andreas Neinhaus

Noch besteht Hoffnung, dass ein Handelskrieg zwischen den USA und China vermieden wird. Aber die von der Trump-Regierung bereits verhängten Importzölle machen sich bemerkbar. Die Zolleinnahmen haben sich vergangenes Jahr fast verdoppelt.

Was zunächst mit höheren Einfuhrzöllen auf Waschmaschinen und Solarpanels begann, weitete sich im Jahresverlauf zu einer immer breiter gefassten Strafaktion aus. Im Juli, August und September wurden nacheinander 25%ige Zölle auf chinesische Importe im Gegenwert von insgesamt 50 Mrd. $ sowie 10%ige auf einen 200 Mrd. $ schweren Warenkorb verhängt.

Während die US-Staatskasse klingelt, bleiben die realwirtschaftlichen Effekte bisher allerdings aus. Das Importvolumen nahm um 3 Mrd. $ zu. Das Handelsbilanzdefizit wurde nicht kleiner. Unter anderem wertete sich der Renminbi zum Dollar ab, sodass die Wirkung der letzten Zollerhöhung von September fast komplett ausgehebelt wurde, argumentieren die Ökonomen von Bank of America (BAC 27.19 0.97%). Das Loch im bilateralen Handel zwischen den beiden führenden Wirtschaftsnationen wurde vergangenes Jahr sogar noch grösser.

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