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Der Chart des Tages

Hellas' erstaunliches Comeback.

Peter Rohner

Für Griechenland ist heute ein historischer Tag. Zum ersten Mal seit neun Jahren getraut sich das krisengeschüttelte Land mit einer zehnjährigen Anleihe an den Kapitalmarkt. 2 Mrd. € möchte es damit einsammeln.

Das Marktumfeld ist günstig: Die Nachfrage nach Staatsobligationen aus dem Süden der Eurozone ist dieses Jahr stabil. Ausserdem hat sich Griechenlands Bonität in den letzten Jahren deutlich verbessert. Der Krönung kam am letzten Freitag, als die Ratingagentur Moody’s das Schuldnerrating um zwei Stufen von B3 auf B1 erhöhte.

Bei der Neuemission wird mit einer Rendite von 4% gerechnet. Als Indiz dafür gilt der oben abgebildete Marktzins der ausstehenden Staatsanleihe mit Fälligkeit 2028. Sie rentiert derzeit 3,7%.

Der Abstand zu italienischen Papieren ist in den vergangenen Jahren geschrumpft. Das nicht nur deshalb, weil sich die Rahmenbedingungen in Griechenland verbessert haben, sondern auch, weil die populistische Regierung in Rom weniger haushälterisch mit den Staatsfinanzen umgeht.

Während Griechenland im Staatshaushalt seit 2016 einen Überschuss erzielt, dürfte Italiens Budgetdefizit 2019 nach Schätzung der EU-Kommission auf 2,9% steigen.

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