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Der Chart des Tages

Volkes Stimme.

Andreas Neinhaus

Das nicht enden wollende politische Gerangel um den Brexit spitzt sich diese Woche zu – wieder einmal. Premierministerin Theresa May stehen drei Abstimmungen im Unterhaus bevor, die sich ab Dienstag über drei Tage hinziehen werden. Die 650 gewählten Mandatsträger tun sich schwer, den Auftrag umzusetzen, den das Volk ihnen mit dem Referendum vom Juni 2016 erteilt hat: bis Ende März die EU zu verlassen.

Deal, No Deal oder ein Aufschub des Austrittsdatums, in der Hoffnung, doch noch eine Mehrheit für einen Deal zu erzielen, das sind die drei Optionen, um die es im Parlament geht. Die Meinungen und Überzeugungen, was das Beste für das Königreich ist, gehen unüberbrückbar weit auseinander; zwischen Regierung und Opposition, aber auch innerhalb der politischen Parteien. Der einzige Punkt, über den sich alle einige sind: Dem Willen der Wähler muss entsprochen werden.

Aber sogar das wird schwierig. Denn Umfragen signalisieren, dass der Souverän inzwischen selbst unschlüssig geworden ist. Die Mehrheit scheint dafür zu sein, das Brexit-Referendum von vor drei Jahren einfach zu vergessen und noch einmal abzustimmen. Politisch verfahrener geht es kaum.

Und wenn es zu einem zweiten Referendum käme, dann würde gemäss Umfragen derzeit eine Mehrheit von 53% in der EU bleiben wollen. Das zeigt die obige Grafik mit den beiden Lagern «Bleiben» (rot) und «Austreten» (blau).

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