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Der Chart des Tages

Rekordverdächtiger Kapitalabfluss.

Frank Heiniger

Noch Anfang 2018 schien für Europa alles bestens zu laufen: Die Wirtschaft in der Eurozone wuchs gegenüber dem Vorjahr mit deutlich über 2%, und die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen notierte bei fast 0,8% – was nach jahrelanger Nullzinsphase ein klares Zeichen der Zuversicht war.

In der Zwischenzeit hat sich die Konjunktur merklich eingetrübt. Zudem enttäuschten sowohl harte als auch umfragebasierte Wirtschaftsdaten fast regelmässig die Prognosen, was sich in negativen Überraschungsindizes manifestierte.

Auf diese Verschlechterung der Rahmenbedingungen haben auch die Investoren mit Liebesentzug reagiert. Zwar konnten die lokalen Aktienmärkte im relativen Verhältnis zum Weltindex sogar an Boden gutmachen. Über das gesamte Jahr hinweg wurde allerdings Kapital aus europäischen Aktienfonds abgezogen.

Inzwischen summieren sich die sequenziellen Wochen mit negativer Nettobilanz auf fünfzig. Wie der obige Chart von Morgan Stanley illustriert, entspricht das der längsten Negativserie seit mindestens zehn Jahren.

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