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Der Chart des Tages

Rekordverdächtige Differenz.

Frank Heiniger

Praktisch rund um den Globus haben sich die Konjunkturaussichten über die letzten Monate eingetrübt. Speziell der Industriesektor deutet auf eine weitere Verlangsamung der Wirtschaftsentwicklung hin.

Triste Signale kamen am Montag von den Frühindikatoren aus der Eurozone: In der Währungsunion sank der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes (Industrie-PMI) von 49,3 auf 47,5 – das ist der niedrigste Stand seit April 2013.

Die schlechten Aussichten – und die damit verbundene Erwartung, dass die Zinserhöhungen der Notenbanken weiter hinausgezögert werden – schlagen sich in den Renditen der Staatsobligationen nieder, die über die vergangenen Wochen vielerorts auf neue Tiefst gesunken sind. So rentieren etwa die zehnjährigen Staatsanleihen Deutschlands –0,04%, nicht weit von der Talsohle aus dem Sommer 2016 entfernt.

Wer es als Anleger auf wiederkehrenden Zinsertrag abgesehen hat, sollte deshalb in Betracht ziehen, auf Unternehmen mit hoher Dividendenrendite zu setzen. Wie der obige Chart zeigt, ist die Differenz zwischen der durchschnittlichen Dividendenrendite und der Staatsanleihenrendite auf 315 Basispunkte geklettert (100 Basispunkte = 1 Prozentpunkt). Sie bewegt sich damit nahe einem 96-Jahres-Höchst.

(Quelle der Grafik: Morgan Stanley)

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