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Der Chart des Tages

Schmerzhafte Korrektur.

Frank Heiniger

Mit der Zahlenvorlage der beiden Grossbanken JPMorgan Chase und Wells Fargo hat letzten Freitag die US-Berichtssaison Fahrt aufgenommen. Leicht verzögert werden in den kommenden Wochen auch die Unternehmen in Europa ihre Ergebnisse zum ersten Quartal präsentieren.

Wie praktisch überall mussten auch in Europa im Zuge der konjunkturellen Eintrübung die Gewinnschätzungen nach unten korrigiert werden, und das quer durch fast alle Sektoren. Gemäss einer Analyse der UBS konnten sich im Vergleich zu letztem August von insgesamt neunundzwanzig Sektoren nur gerade zwei einer Reduktion entziehen – die Minen- und die Lebensmittelgesellschaften.

Besonders deutlich wurden die Gewinnprognosen für dieses Jahr in den zyklischen Segmenten gesenkt: Wie die obige Grafik zeigt, verzeichneten Unternehmen aus den Branchen Detailhandel (Retail), Transport, Automobil und Chemie allesamt eine Reduktion im zweistelligen Prozentbereich.

Zwar dürfte der Grossteil der Anpassungen nun ausgestanden sein. Eine weitere Revision nach unten ist aber weiterhin noch möglich. So rechnet UBS für das Gesamtjahr mit einem Gewinnwachstum von 4%, während die Konsenserwartung der Analystengilde derzeit bei 5,1% notiert.

(Quelle der Grafik: UBS)

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