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Der Chart des Tages

Zinswende nach unten.

Peter Rohner

Die US-Notenbank Fed legt bei der Normalisierung der Geldpolitik nicht nur eine Pause ein, sie steht kurz davor, die Leitzinsen zu senken. Das geht aus den Preisen am Terminmarkt, den Fed Funds Futures, hervor. Sie spiegeln die Erwartungen der Marktteilnehmer für das künftige Niveau des kurzfristigen Fed-Funds-Satzes, des Leitzinses der USA.

Bis März rechneten die Märkte mit einer unveränderten US-Zinspolitik bis Ende Jahr (vgl. dunkelgelbe Linie). Doch dann mehrten sich die Zweifel an der Robustheit der amerikanischen Konjunktur, und die Marktteilnehmer tendierten dazu, dem Fed eine Zinssenkung zuzutrauen.

Mit der jüngsten Verschärfung des Handelskriegs und der Häufung schwacher Wirtschaftsdaten sind die Zinserwartungen nochmals eingebrochen: Per Ende Jahr wird ein Leitzins von unter 2% erwartet. Aktuell liegt der effektive Fed-Funds-Satz bei 2,37% (vgl. schwarze Kurve). Es sind also schon fast zwei Zinssenkungen à 25 Basispunkte eingepreist.

Bis Ende 2020 implizieren die Derivatmärkte, dass Zinssenkungen von insgesamt 75 Basispunkten erwartet werden (hellgelbe Linie).

Quelle der Grafik: Commerzbank 

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