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Der Chart des Tages

Wirtschaftswachstum in Gefahr.

Frank Heiniger

Eine Entspannung im globalen Handelskonflikt ist nicht in Sicht. Parallel zu den Streitigkeiten mit China hat US-Präsident Donald Trump jüngst auch den Disput mit Mexiko intensiviert und dem südlichen Nachbarn mit Strafzöllen gedroht.

Die Turbulenzen dürften in den kommenden Monaten auf der globalen Wirtschaftsaktivität lasten und die Notenbanken langsam, aber sicher unter Zugzwang setzen: Jerome Powell, Vorsitzender des amerikanischen Fed, hat zu Wochenbeginn angedeutet, die US-Leitzinsen zu senken, sollte der Handelsstreit eskalieren und die Binnenwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen werden.

Wie stark ein Handelskrieg auf dem globalen Wirtschaftswachstum lasten würde, haben Analysten von Oxford Economics und Citigroup durchgerechnet. Bereits im Basisszenario (schwarze Kurve) ist kaum mit grösseren Konjunkturimpulsen zu rechnen, doch würde eine Eskalation des Konflikts die Expansionsrate bis ins kommende Jahr unter die Schwelle von 2% drücken (rote Kurve).

Zuzuschreiben wäre dieser Einbruch mehreren Faktoren – einer Neuausrichtung der Handelsströme und steigenden Fertigungskosten (dunkelblaue Fläche), der negativen Wirkung schwächerer Aktienmärkte auf die Konsumstimmung und das Beschäftigungsumfeld (hellblaue Fläche) sowie der Trübung der Investitionsbereitschaft der Unternehmen (graue Fläche).

(Quelle der Grafik: Citigroup)

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