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Der Chart des Tages

Zykliker in Gefahr.

Frank Heiniger

Kupfer zählt zu den wichtigen Industriemetallen der Welt. Die Nachfrage – und damit letztlich auch die Kupfernotierung – ist deshalb stark von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Nicht so Gold, dessen Preis eher von Faktoren wie dem Dollarkurs und der Risikoneigung der Anleger beeinflusst wird.

Über die vergangenen Quartale korrelierte das Preisverhältnis der beiden Metalle (hellblaue Kurve) eng mit der relativen Kursentwicklung zwischen zyklischen und defensiven Aktien (dunkelblaue Kurve). Verlor Kupfer gegenüber Gold an Wert, deutete das auf eine schwächelnde Wirtschaft hin, was wiederum die konjunktursensitiveren zyklischen Valoren belastete – und vice versa.

Seit einigen Wochen öffnet sich die Schere nun allerdings: Obwohl das Preisverhältnis zwischen Kupfer und Gold auf den niedrigsten Stand seit dem dritten Quartal 2016 gefallen ist, haben zyklische Aktien ihre defensiven Pendants seit Jahresbeginn um über sieben Prozentpunkte distanziert. Das dürfte das Risiko einer Korrektur in den Zyklikern erhöhen.

(Quelle der Grafik: Morgan Stanley)

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