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Der Chart des Tages

Abkühlende Konjunktur schlägt auf den deutschen Arbeitsmarkt durch.

Sylvia Walter

Es scheint, als wären die Boomzeiten am deutschen Arbeitsmarkt erst einmal ad acta gelegt. Das Beschäftigungsbarometer des Ifo-Instituts ist im Juli auf 96,6 Punkte abgerutscht. Mit Unterbrechung befindet sich das Barometer somit seit Ende 2017 auf dem absteigenden Ast.

Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland leidet zum einen an der schwachen Entwicklung in der Autoindustrie, zum anderen spürt der Exportweltmeister die Abschwächung des Welthandels überproportional stark. Die Belastung wird auch durch die klare Abwärtstendenz des Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie verdeutlicht. Dieser signalisiert, dass mehr Schwäche in der Produktion zu erwarten ist, worauf der Arbeitsmarkt mit Verzögerung reagiert.

Industrieunternehmen wollen den Personalbestand tendenziell verkleinern. Im Handel halten sich Entlassungen und Neueinstellungen in etwa die Waage. Das Baugewerbe profitiert weiterhin vom Tiefzinsumfeld. Dort sind Neueinstellungen geplant. Auch der Dienstleistungssektor scheint weiterhin zu expandieren und entsprechend Beschäftigung aufbauen zu wollen.

(Quelle der Grafik: Ifo Institut)

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