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Der Chart des Tages

Erfreulich, aber nur auf den ersten Blick.

Frank Heiniger

Die europäische Berichtssaison nimmt Fahrt auf – und bislang können sich die Resultate durchaus sehen lassen. Laut Morgan Stanley haben 41% der Unternehmen, die ihre Ergebnisse vorgelegt haben, die Gewinnerwartungen um mindestens 5% übertroffen. Nur 24% haben die Prognosen um mehr als 5% verfehlt. Bleibt es bei dieser Nettodifferenz von 17 Prozentpunkten, entspräche das dem besten Quartal seit Anfang 2017.

Die Situation ist allerdings nicht so vorteilhaft, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn die zu überspringende Hürde wurde im Vorfeld deutlich gesenkt: Allein über die vergangenen zwei Monate haben Analysten die Gewinnprognosen im Durchschnitt um 5% verringert – das stärkste Minus seit 2016.

Diese Reduktion ist nicht nur auf das zweite Quartal limitiert, sondern betrifft auch die Aussichten für die kommenden zwölf Monate. Das zeigen die Gewinnrevisionen, also die Differenz zwischen positiven und negativen Prognoseänderungen der Analysten. Besonders schwach präsentieren sich gegenwärtig die Branchen Rohstoffe (Commodities) und Finanz (Financials).

(Quelle der Grafik: Morgan Stanley)

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