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Der Chart des Tages

Warnsignal für Trump.

Martin Lüscher

«The economy, stupid», lautete 1992 ein Wahlspruch von Bill Clinton. Vor den damaligen Präsidentschaftswahlen in den USA steckte die Wirtschaft in einer Rezession. Doch die Bevölkerung traute dem republikanischen Amtsinhaber George Herbert Walker Bush nicht zu, das Wachstum anzukurbeln. Und der Rest ist Geschichte: Bill Clinton gewann die Wahlen und drängte Bush aus dem Amt.

Das sollte US-Präsident Donald Trump zu denken geben. Zwar befindet sich die amerikanische Wirtschaft noch nicht in einer Rezession, aber die Prognosen verdüstern sich rapide. Das sieht gemäss einer Umfrage der Quinnipiac University von Ende August auch die Bevölkerung so.

Zum ersten Mal, seit Trump zum Präsidenten gewählt wurde, ist der Anteil der Amerikaner, die mit einer wirtschaftlichen Verschlechterung rechnen, grösser als der Anteil, der von einer Verbesserung ausgeht. Während 37% der Befragten eine Eintrübung erwarten, rechnen nur noch 31% mit einer wirtschaftlichen Aufhellung.

Für den Präsidenten kommt es gar noch schlimmer. Ein Grossteil gibt Trump die Schuld an der konjunkturellen Abschwächung. 41% der Befragten sagen, dass er mit seiner Politik der Wirtschaft schade – das sind so viele wie noch nie in seiner Amtszeit. Nur noch 37% sind der Meinung, dass er der Wirtschaft hilft.

Gestiegen ist auch der Anteil derer, die sagen, dass es der Wirtschaft nicht mehr so gut respektive schlecht geht. Waren es im Juni erst 28%, ist der Anteil im August auf 37% gestiegen.

Für Donald Trump ist das eine gefährliche Entwicklung. Wurde er doch auch deshalb ins Weisse Haus gewählt, um dank seinem Verhandlungsgeschick das Wachstum der US-Wirtschaft anzukurbeln. Davon ist derzeit nicht viel zu sehen.

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