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Der Chart des Tages

Trumps Twitter-Salven.

Frank Heiniger

Die Tweets von US-Präsident Donald Trump haben die Kraft, die Märkte zu bewegen. Was man intuitiv bereits wusste, belegen nun auch Studien verschiedener Finanzhäuser – so etwa von JPMorgan. Die Analysten haben dazu die Wirkung der rund 4000 Twitter-Nachrichten untersucht, die der US-Präsident seit Anfang 2018 während Börsenöffnungszeiten publiziert hat.

Die Analysten kommen zum Schluss, dass die zunehmende Twitter-Aktivität massgeblich zur steigenden Volatiliät in den Kursen respektive den Renditen amerikanischer Staatsanleihen beigetragen hat. Zu den Schlüsselwörtern, die besonders häufig in marktbewegenden Nachrichten auftauchten, gehören unter anderem «China», «Million», «Product», «Dollars» oder «Tariffs».

Nicht nur die Frequenz der Twitter-Nachrichten hat sich jüngst erhöht. Auch nehmen die Tweets immer öfter marktrelevante Themen wie die Aussenhandels- oder die Geldpolitik auf. Der Anstieg in der Aktivität ist allerdings nur teilweise auf originäre Inhalte zurückzuführen: Wie der obige Chart zeigt, ist Trump über die letzten Quartale verstärkt dazu übergegangen, die Nachrichten anderer Nutzer zu retweeten.

(Quelle der Grafik: JPMorgan)

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