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Der Chart des Tages

Elizabeth Warren zieht davon.

Martin Lüscher, New York

Für Elizabeth Warren läuft alles nach Plan. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin sprach am Montagabend im Washington Square Park in New York vor Tausenden von begeisterten Anhängern und stand danach beinahe vier Stunden für Selfies zu Verfügung. In der Wahlkampagne der Senatorin aus Massachusetts sind Selfies ein integraler Bestandteil, um mit Wählern Kontakt zu knüpfen.

Am Montag hatte Warren die Unterstützung der Working Families Party erhalten. In der Ausmarchung des demokratischen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2020 ist diese Zusage enorm wichtig. Denn bei den Wahlen 2016 hatte sich die progressive Kleinpartei – die sich unter anderem für Arbeiter, den Umweltschutz und eine höhere Besteuerung der Reichen einsetzt – noch für Bernie Sanders ausgesprochen.

Gemäss einer Umfrage von NBC News und dem «Wall Street Journal» hat Warren ihren Konkurrenten am linken Rand der Demokratischen Partei unterdessen abgehängt. Sie kommt auf eine Zustimmung von 25% (+6 Prozentpunkte gegenüber Juli), Sanders auf 14% (+1 Prozentpunkt). Spitzenreiter ist gemäss der Umfrage, die am Dienstag publiziert wurde, immer noch Joe Biden. Der ehemalige Vizepräsident, der eine gemässigtere Position einnimmt, hat in der Umfrage eine Zustimmung von 31% (+5 Prozentpunkte) erhalten.

Anders sieht es hingegen beim Online-Wettbüro PredictIt aus. Dort liegt Warren seit Ende August auch vor Biden. In den vergangenen Tagen hat sie den Vorsprung gar noch ausbauen können. Gut sieht es für die Kandidatin auch in Iowa und New Hampshire aus. In diesen Staaten finden Anfang Februar die ersten parteiinternen Ausmarchungen statt. In beiden Staaten sehen die Spekulanten Warren in der Favoritenrolle.

(Quelle der Grafik: PredictIt)

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