Blogs / Momentum / Chart des Tages

Der Chart des Tages

Bildungsunterschiede im Wandel der Zeit.

Mara Bernath

Geschlechterspezifische Unterschiede im Bildungsniveau haben sich in der Schweiz von Generation zu Generation stark verändert. Das zeigt die heute veröffentlichte Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik.

Bei den Erwerbstätigen mit Geburtsjahr 1946 bis 1964 – der Babyboomer-Generation – hatten im Alter von 28 Jahren 28% der Männer einen Tertiärabschluss, aber nur 13% der Frauen. In der nachfolgenden Generation X, mit Geburtsjahr 1965 bis 1980, hatten bereits mehr Personen vor ihrem dreissigsten Lebensjahr eine Universität, eine Hochschule oder eine höhere Berufsbildung abgeschlossen.

Die Trendwende setzt bei den Millennials ein. Bei der zwischen 1981 und 1996 geborenen Generation haben 46% der Frauen einen Tertiärabschluss, 3% mehr als ihre männlichen Altersgenossen. Bei den 35-Jährigen dreht sich die Differenz bei allen Generationen wieder zugunsten der Männer.

Frappant hingegen ist der Vergleich mit den zwischen 1928 und 1945 Geborenen: In der sogenannten Silent Generation verfügte im Alter von 50 Jahren gut ein Drittel der erwerbstätigen Männer über einen Tertiärabschluss, gegenüber 9% der Frauen.

Allgemein ist festzustellen, dass immer mehr Erwerbstätige in der Schweiz eine höhere Berufsbildung oder einen Universitätslehrgang absolvieren. Das hat Implikationen für den Arbeitsmarkt der Zukunft, denn die Erhebung des Bundesamtes für Statistik zeigt auch, dass diese Personen eher über das gesetzliche Rentenalter hinaus am Arbeitsmarkt aktiv bleiben.

(Quelle der Grafik: Bundesamt für Statistik)