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Der Chart des Tages

Kurswechsel.

Frank Heiniger

Noch 2018 zogen viele Währungshüter rund um den Globus die Zinsschrauben an. Die schlechte Wirtschaftsentwicklung hat inzwischen allerdings viele Notenbanken gezwungen, einen Kurswechsel vorzunehmen und die Konjunktur mit niedrigeren Zinsen anzukurbeln.

Das illustriert die obige Grafik des Vermögensverwalters BlackRock: Sie bildet auf Nettobasis ab, wie viele Notenbanken pro Monat ihre Leitzinsen gesenkt (positive Balken) oder erhöht (negative Balken) haben – unterteilt nach Industrieländern (rot) und aufstrebenden Volkswirtschaften (gelb).

Die Grafik zeigt, dass sich speziell ab diesem Juli die Leitzinssenkungen stark gehäuft haben. Allein im Oktober wurde unter anderem in den USA, Brasilien, Südkorea, Indien, Australien und Russland die Zinspolitik gelockert.

Doch nun sollte sich das Tempo der Zinssenkungen wieder verringern – zumindest in den USA, der wichtigsten Volkswirtschaft der Welt. So preisen die Kapitalmärkte laut BlackRock über die kommenden zwölf Monate gegenwärtig nur noch einen Zinsschritt des Fed von 0,25 Prozentpunkten ein.

(Quelle der Grafik: BlackRock)

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