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Der Chart des Tages

Der Traum vom Hausbesitz rückt in die Ferne.

Martin Lüscher, New York

«Früher war alles besser!» Das sagt man gern, wenn man in Erinnerungen schwelgt, Idealisierung der Vergangenheit inklusive. Doch manchmal trifft die Aussage auch zu. Beispielsweise am US-Häusermarkt.

Gemäss dem US-Chefökonomen der Deutschen Bank, Torsten Slok, war der amerikanische Hauskäufer im Median zuletzt 47 Jahre alt. So hoch war das Alter noch nie. Anfang der Achtzigerjahre betrug es noch 31 Jahre. Bemerkenswert ist besonders der Anstieg seit der Finanzkrise.

Slok erklärt die jüngste Veränderung mit der Alterung der Bevölkerung und der Schwierigkeit der Jungen, sich angesichts der hohen Studiendarlehen und der verschärften Kreditvergabestandards eine Immobilie leisten zu können.

Damit ist für viele Junge der Traum vom Hausbesitz in die Ferne gerückt. Das hat langfristige Konsequenzen. Denn die eigenen vier Wände sind in den Vereinigten Staaten ein wichtiger Bestandteil beim Aufbau des Vermögens. Ohne Haus kaum Vermögenswachstum.

(Quelle der Grafik: Deutsche Bank)