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Der Chart des Tages

Überalterung – nicht nur der arbeitenden Bevölkerung, sondern auch der Maschinen.

Sylvia Walter

Der Investitionsstau macht sich deutlich bemerkbar. Seit vielen Jahren sind die Unternehmen extrem zurückhaltend, was Ausgaben für neue Anlagen und Maschinen, aber auch den Ersatz von veraltetem Material betrifft.

Wie die obige Grafik der Deutschen Bank eindrücklich illustriert, befindet sich das Durchschnittsalter der Sachanlagen in den USA mittlerweile bei 23 Jahren. Damit sind die Ausrüstungsgüter so betagt wie zuletzt Mitte der Fünfzigerjahre. Dies ist nicht nur in den USA so. Das überrascht in Zeiten der Digitalisierung. Eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass viele Produktionsanlagen über die vergangenen Jahre automatisiert worden sind. Die Statistik erzählt jedoch eine andere Geschichte.

Insbesondere seit der Finanzkrise ist das Durchschnittsalter kontinuierlich gestiegen. Kostendisziplin der Unternehmen, geopolitische Unsicherheiten und Zweifel am Konjunkturzyklus tragen zu dieser Entwicklung bei. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass gewisse Ersatzinvestitionen überfällig sind. Um international kompetitiv zu bleiben, werden gewisse Firmen nicht umhinkommen, die Anlagen zu modernisieren.

Da das BIP-Wachstum in den vergangenen Quartalen vielerorts hauptsächlich auf den Schultern der Konsumenten lastete, sind dies gute Neuigkeiten für die Wachstumsdynamik. Eine wichtige Vorbedingung ist auch, dass eine Einigung im Handelsstreit zustande kommt, die über das Phase-1-Abkommen hinausgeht.

Quelle der Grafik: Deutsche Bank Research