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Der Chart des Tages

Keine Entwarnung.

Frank Heiniger

Die Wogen im sino-amerikanischen Tarifstreit scheinen sich zu glätten. So dürfte Anfang Januar endlich das zwischen den USA und China ausgehandelte Teilabkommen unterzeichnet werden. Damit sind die Spannungen im globalen Handelsgefüge allerdings noch lange nicht vom Tisch.

Das illustriert der World Trade Uncertainty Index, der die Unsicherheit in Bezug auf Handelsfragen auf nationaler Ebene abbildet. Als Basis für die Erhebung dienen die Länderreports der Economist Intelligence Unit (EIU). Der Index zeigt, dass weltweit weiterhin diverse Konfliktfelder existieren – je stärker die Farbe gegen Rot respektive Blassrosa tendiert, desto grösser die Spannungen.

Ein potenzieller Krisenherd bleibt etwa die Beziehung zwischen den USA, Kanada und Mexiko: Zwar hat vergangene Woche das US-Repräsentantenhaus das überarbeitete Freihandelsabkommen USMCA gebilligt. Das Nachfolgewerk für das 1994 lancierte Nafta-Abkommen (North American Free Trade Agreement) ist damit aber noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Zu den ungelösten Handelskonflikten zählt auch der Streit zwischen Japan und Südkorea, der in geschichtlichen Animositäten gründet und dessen Wurzeln weit ins letzte Jahrhundert zurückreichen.

(Quelle der Grafik: Bank of America Merrill Lynch)