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Der Chart des Tages

Vorsicht vor falschen Prognosen.

Pascal Meisser

Der Jahresbeginn wird von Bankstrategen und -analysten gerne genutzt, um Prognosen für die kommenden zwölf Monate abzugeben. Sie sagen, wie Anleger ihr Geld am besten investieren sollen und welche Börsen wie viel Renditepotenzial versprechen.

Nur hat das Ganze einen Haken: Wie zuverlässig können Prognosen sein, wenn sich schon früh im Januar die Spannungen im Nahen Osten akzentuieren und heute noch nicht absehbar ist, auf welche Weise der Konflikt fortgesetzt wird? Oder die US-chinesischen Handelsspannungen: Wie stark werden sie am 15. Januar reduziert, wenn das Phase-1-Abkommen unterzeichnet werden sollte?

Wie der obige Chart des Tages zeigt, liegen die Experten oft ziemlich falsch: In den vergangenen zwanzig Jahren lagen Analysten mit ihren Prognosen für den S&P 500 (SP500 3337.75 -1.05%) nur gerade fünf Mal maximal 5% daneben. 2008 betrug die Diskrepanz zwischen Prognose und Realität gar über 40%.

(Quelle der Grafik: Bloomberg)

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